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Driss, der sein muss
Ist die Honda NC750X DCT wirklich nur ein "Opa-Motorrad"? Genau dieses Vorurteil hatte ich jahrelang im Kopf. Praktisch, vernünftig, Automatik – und deshalb für mich irgendwie langweilig. Nach meiner ausgiebigen "Probefahrt" mit der Honda NC750X DCT des Modelljahres 2025 musste ich meine Meinung allerdings zumindest teilweise ändern.
In diesem Video gibt es keinen klassischen Motorradtest und keinen Vergleich, sondern meinen persönlichen Eindruck nach der ersten Fahrt. Wie fühlt sich das DCT-Getriebe wirklich an? Fehlen Kupplungs- und Schalthebel? Und kann ein Motorrad mit Automatik trotzdem Spaß machen?

Die wohl auffälligste Besonderheit der Honda NC750X DCT ist das Doppelkupplungsgetriebe (DCT). Das Motorrad schaltet die Gänge automatisch, sodass weder ein Kupplungshebel noch ein Schalthebel vorhanden sind. Wer möchte, kann dennoch selbst eingreifen und die Gänge über Schaltwippen am linken Lenker wechseln.
Gerade für jemanden wie mich, der seit Jahrzehnten ausschließlich Motorräder mit klassischer Schaltung fährt, ist das zunächst eine ziemlich ungewohnte Erfahrung. Meine linke Hand wollte ständig zur Kupplung greifen und mein linker Fuß suchte vergeblich den Schalthebel. Das Muskelgedächtnis arbeitet eben manchmal gegen einen.

Ehrlich gesagt hatte ich erwartet, dass mir beim Fahren etwas fehlen würde. Doch schon nach wenigen Kilometern zeigte sich ein anderes Bild.
Die Honda NC750X DCT schaltet angenehm weich und erkennt erstaunlich gut, ob man entspannt über Land cruisen oder etwas zügiger unterwegs sein möchte. Lediglich beim spontanen Überholen hätte ich mir manchmal ein schnelleres Herunterschalten gewünscht – hier helfen die manuellen Schaltwippen.
Besonders positiv überrascht hat mich außerdem der Motor. Mit 745 cm³ Hubraum, 59 PS und 69 Nm Drehmoment wirkt die Honda deutlich kräftiger, als es die Leistungsdaten zunächst vermuten lassen. Vor allem aus niedrigen Drehzahlen schiebt sie angenehm an und klingt kerniger, als ich erwartet hätte.
Honda NC750X DCT
Nicht jedes Vorurteil hält einer Probefahrt stand. Meins jedenfalls nicht.

Eine weitere Besonderheit der Honda NC750X befindet sich dort, wo normalerweise der Tank sitzt. Sattdessen bietet Honda ein großes Staufach, das viele Motorradfahrer inzwischen als Frunk bezeichnen. Der eigentliche Tank befindet sich unter der Soziussitzbank.
Im Alltag ist dieses Fach erstaunlich praktisch. Handschuhe, Kamera oder kleinere Einkäufe verschwinden schnell und sicher im Motorrad – ganz ohne zusätzliches Gepäck.
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Nach meiner "Probefahrt" verstehe ich sehr gut, warum die Honda NC750X seit Jahren viele Fans hat. Sie richtet sich weniger an Fahrer, die maximale Emotion oder sportliche Höchstleistungen suchen. Stattdessen überzeugt sie durch:
Gerade für Pendler, Tourenfahrer oder Wiedereinsteiger bietet die NC750X viele überzeugende Argumente.

Hat sich mein Vorurteil bestätigt?
Nicht wirklich.Die Honda NC750X DCT hat mich deutlich positiver überrascht, als ich erwartet hätte. Besonders Motor, Fahrkomfort und das DCT-Getriebe funktionieren besser, als ich es dem Motorrad vorher zugetraut hätte.
Würde ich sie mir selbst kaufen?
Wahrscheinlich eher nicht. Nicht, weil das Motorrad schlecht wäre – ganz im Gegenteil. Mir persönlich würde auf Dauer vermutlich das klassische Schalten mit Kupplungs- und Schalthebel fehlen. Außerdem trifft die sachliche Optik einfach nicht ganz meinen Geschmack. Trotzdem musste ich mein größtes Vorurteil nach dieser Fahrt ein gutes Stück zurücknehmen.
Manchmal liegt die Überraschung eben genau dort, wo man sie am wenigsten erwartet.
Automatik auf dem Motorrad – geniale Idee oder No-Go?
Würdest du freiwillig auf Kupplungs- und Schalthebel verzichten oder gehört genau das für dich einfach zum Motorradfahren dazu? Schreib's mir gerne in die Kommentare unter dem Video – ich bin gespannt auf deine Meinung!
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