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Driss, der sein muss
Manchmal braucht es keine große Motorradreise, um etwas Besonderes zu erleben. Ein paar Stunden Zeit, zwei Motorräder, etwas Campingausrüstung und die Idee, einfach mal eine Nacht draußen zu verbringen, reichen völlig aus.
Diesmal war ich allerdings nicht allein unterwegs: Meine Stieftochter Leni wollte unbedingt mit. Nachdem ich bereits mein erstes kleines Wildcamping-Abenteuer überstanden hatte, hielt sie mich offenbar für ausreichend qualifiziert. Ein gewagtes Vertrauen!

Unsere kleine Motorradtour führte uns ins Zellertal in Rheinland-Pfalz. Ich war mit meiner BMW G 310 GS unterwegs, ausgestattet mit Koffern und Topcase. Leni begleitete mich auf ihrer Kawasaki Z400 – mit deutlich weniger Platz fürs Gepäck.
Unterwegs genossen wir die Landschaft, die kleinen Straßen und einige Sehenswürdigkeiten der Region. Dazu gehörten das imposante Pfrimmtalviadukt, der Warteturm und das Zellertaler Ehrenmal.
Aber diesmal ging es nicht darum, möglichst viele Kilometer zurückzulegen oder eine besonders spektakuläre Strecke abzufahren. Wir wollten einfach gemeinsam unterwegs sein und den Tag draußen ausklingen lassen.

Am späten Nachmittag erreichten wir unseren Übernachtungsplatz auf einer Wiese zwischen Baumgruppen. Motorräder abstellen, Gepäck abladen, Zelte aufbauen – unser kleines Lager nahm langsam Gestalt an.
Ein großes Campingmenü gab es nicht. Stattdessen landeten Baguette, Würstchen, Käse und Trauben auf dem improvisierten Abendbrottisch.
Während die Sonne unterging, saßen wir zusammen und ließen den Tag Revue passieren. Keine große Attraktion, kein ausgefeiltes Abendprogramm. Einfach Zeit zu zweit.
Später wurde es dunkel, die Zelte leuchteten im Abendlicht und über uns zeigte sich der Sternenhimmel.
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Dass ich nicht gerade ein begeisterter Camper bin, ist inzwischen kein Geheimnis. Auch diese Nacht lieferte wieder einen guten Grund dafür.
Der Boden war leicht abschüssig, und meine Isomatte hatte offenbar beschlossen, mich während der Nacht langsam talwärts zu befördern. Während Leni gut schlief, war ich damit beschäftigt, immer wieder an meinen ursprünglichen Schlafplatz zurückzukehren.
Am nächsten Morgen gab es erst einmal Kaffee beziehungsweise Tee, bevor wir unsere Zelte abbauten und die Motorräder wieder beluden.

Das Schönste an dieser Tour war für mich nicht die Übernachtung oder eine bestimmte Sehenswürdigkeit. Es war die gemeinsame Zeit mit meiner Stieftochter.
Dass wir die Begeisterung fürs Motorradfahren teilen und solche kleinen Abenteuer zusammen erleben können, ist alles andere als selbstverständlich.
Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Tour: Ein besonderes Erlebnis muss nicht weit weg stattfinden. Manchmal liegt das Abenteuer direkt vor der Haustür.
Die komplette Geschichte mit Fahraufnahmen, Landschaftsbildern, Zeltaufbau, Sonnenuntergang und unserer Nacht draußen gibt es auf meinem YouTube-Kanal.
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