Mein günstiges Motorrad-Navi-Setup:
Navigieren mit einem Tablet für unter 120 Euro

Viele Motorradfahrer nutzen heute entweder klassische Motorrad-Navis oder ihr Smartphone am Lenker. Für mich hat beides nie richtig gepasst: Die Displays waren mir zu klein, die Geräte zu teuer – und mein Handy wollte ich nicht dauerhaft am Motorrad befestigen.

Aus dieser Situation heraus ist mein aktuelles Setup entstanden: Ein kleines Tablet als Motorrad-Navi – für insgesamt unter 120 Euro. Und erstaunlicherweise funktioniert diese Lösung besser, als ich anfangs gedacht hätte.

tourenreporter
Wolfgang

Was mir beim Navigieren bei Motorradfahren wichtig ist:

Ich suche Lösungen, die im Alltag funktionieren – zuverlässig, unkompliziert und bezahlbar. Für meine Navigation bedeutet das:

  • Die Anzeige muss groß und gut ablesbar sein
  • Das Smartphone soll geschont werden, auch wenn es was gegen Vibration gibt.
  • Die Gesamtkosten sollen überschaubar bleiben.
  • Das System muss einfach zu bedienen sein – am besten auch mit Handschuhen.

Also habe ich mich nach einer Alternative umgesehen, die genau diese Kriterien erfüllt.

Mein Setup: Ein 7-Zoll-Tablet als Motorrad-Navi
Kernstück meiner Lösung ist ein Lenovo Tab M7, das ich refurbished für gerade einmal 25 Euro bekommen habe. Kombiniert mit einer passenden Halterung ergibt sich ein erstaunlich funktionales Navigationssystem.
Tablet und Halterung fürs Motorrad

Teileliste & Kosten:

Hier ist meine komplette Ausstattung:

  • RAM Mount Halteschale für 7"-Tablets – ca. 53 €
  • Endkappen für die Halterung – ca. 28 €
  • Lenovo Tab M7 (refurbished) – ca. 25 €
  • Universal-Kugelhalterung – bereits vorhanden
  • Navi-Bar von AliExpress – ca. 10 € (motorradspezifisch)

Zusammen ergibt das ungefähr 120 Euro Gesamtpreis.

Damit der Abstand zur Scheibe passt, habe ich mir zusätzlich eine kleine Kunststoff-Schablone zurechtgeschnitten – das ist aber nur in meinem Fall nötig.

Da das Angebot an gebrauchten Tablets ständig wechselt, lohnt sich ein Blick auf Kleinanzeigen oder Refurbisher-Seiten.

Tablet-Halterung am Motorrad

Die Vorteile dieser Lösung:

Was mir an dieser Tablet-Variante besonders gefällt:

  • Sehr günstiger Aufbau
  • Deutlich größere Anzeige als bei Smartphones
  • Schnelles An- und Abbauen beim Parken
  • Das Handy bleibt geschont und griffbereit für Fotos
  • Keine zweite SIM-Karte nötig
  • Navigation funktioniert sowohl offline als auch über den Hotspot
  • Komfortable Routenplanung am PC – z.B. Google Maps → direkt aufs Tablet übertragen
  • Kompatibel mit Apps wie Google Maps, Calimoto, Kurviger
  • Geringes Risiko: Wenn das Tablet kaputt geht liegt der Schaden bei nur 20-30€
  • Große Bedienelemente, ideal für Handschuhe
  • Smartphone ist vor Hitze und Vibrationen geschützt, da nicht am Lenker

Kurz gesagt: ein überraschend effektives Setup.

tourenreporter

Das Video dazu auf YouTube:

🏍️ Tablet statt Motorrad-Navi – mein günstiges Praxis-Setup

🏍️ Tablet statt Motorrad-Navi – mein günstiges Praxis-Setup
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Tablet mit Google Maps

Praxis-Erfahrungen:

Ich bin mit dem Tablet schon im Sommer und im Herbst unterwegs gewesen – auch bei starkem Sonnenlicht war die Ablesbarkeit erstaunlich gut. Vibrationen waren bislang kein Problem. Wenn etwas leiden würde, dann wahrscheinlich die Kamera des Tablets – aber die brauche ich ohnehin nicht.

Der Akku hält problemlos einen ganzen Fahrtag durch. Mit einem USB-Lader am Motorrad wird das Ganze völlig stressfrei.

Wer ein Kommunikationssystem im Helm nutzt, kann das Tablet einfach per Bluetooth koppeln. So lassen sich Navigationsansagen hören – und gleichzeitig Musik abspielen. Und falls man es wirklich übertreiben möchte: Selbst WhatsApp lässt sich auf dem Tablet nutzen.

Tablet mit Wetter-App

Einschränkungen & Nachteile:

Natürlich ist diese Lösung nicht für jedes Motorrad geeignet. Ein 7"-Gerät braucht Platz am Cockpit. Motorräder mit speziellen Navigationsvorbereitungen – vor allem viele BMW-Modelle – können eingeschränkt sein.

Wer häufig vollen Offroad-Einsatz fährt, ist mit einem robusten Outdoor-Navi möglicherweise besser beraten. Für den Tourenalltag auf Asphalt funktioniert die Lösung jedoch hervorragend.

Mein Fazit:
Dies ist keine allgemeine Kaufempfehlung, sondern einfach die Lösung, die für mich im Moment am besten funktioniert. Sie bietet eine überzeugende Mischung aus Preis, Komfort und Flexibilität. Vielleicht ist ein Tablet-Navi auch für dich eine interessante Alternative. Bis zum nächsten Beitrag – und gute Fahrt!

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